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Bitte beachten: 

Angesichts der begrenzten Bestuhlung der Sitzungssäle sind sowohl die Plätze für Zuschauer als auch Pressevertreter begrenzt. Hauptverhandlungstermine können aufgrund Erkrankung von Verfahrensbeteiligten oder aus sonstigen Gründen kurzfristig abgesetzt werden.
Alle Angaben ohne Gewähr.


Schwurgerichtskammer/ 1. Große Strafkammer:

Strafverfahren wegen versuchten Mordes und Brandstiftung in fünf Fällen begangen in Friedrichshafen

Am 16.04.2026 (09:00 Uhr) beginnt das Strafverfahren gegen einen 42-jährigen, deutschen Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm u.a. versuchten (heimtückischen und mit gemeingefährlichen Mitteln begangenen) Mord und vorsätzliche Brandstiftung in jeweils fünf tateinheitlichen Fällen zur Last. Der Angeklagte soll versucht haben, am 19.06.2025 ein Mehrparteienhaus in Friedrichshafen in Brand zu setzen, indem er zwei im Carport stehende Krafträder in Brand setzte und in der Garage Feuer legte. In dem Haus wohnten seine drei Kinder und zwei weitere Personen, deren Tod der Angeklagte in Kauf genommen haben soll. Das Feuer soll auf Teile des Mehrparteienhauses übergegriffen haben, konnte jedoch durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr gelöscht werden. Zwei Kinder des Angeklagten sollen eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.  

Dem Angeklagten werden außerdem mehrere Gewaltdelikte zum Nachteil seiner Ex-Partnerin vorgeworfen. 

Fortsetzungstermine: 20., 27.04., 05., 06., 07., 11., 12., 13., 18., 21.05., 09., 10.06.2026 (jeweils 9.00 Uhr) .


Strafverfahren wegen versuchten Mordes nach Polizeiflucht 

Am 22. Mai 2026 beginnt um 8.30 Uhr vor der 1. Großen Strafkammer als Schwurgerichtskammer das Strafverfahren gegen einen erheblich vorbestraften Mann Mitte 40, dem in der Anklage mehrere Delikte zur Last gelegt werden. Neben mehreren Diebstählen von Pedelecs Ende 2025 und Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte wird ihm insbesondere vorgeworfen, im Rahmen einer Polizeiflucht am 7. Dezember 2025 einen Polizeibeamten fast mit seinem Fahrzeug erfasst zu haben, welcher sich nur mit einem Sprung zur Seite habe retten können. Dabei habe der Angeklagte den Tod des Polizeibeamten in Kauf genommen und gehandelt, um die Entdeckung und Aufklärung seiner vorangegangenen Straftaten – der Angeklagte soll in drogenbedingt fahruntüchtigem Zustand ein zuvor entwendetes Kraftfahrzeug gefahren und hierbei ein entwendetes Rad transportiert haben – zu verdecken. Der Vorwurf lautet deshalb unter anderem auf versuchten Mord.

Die Fortsetzung der Verhandlung ist derzeit vorgesehen für den 12. Juni 2026, 15. Juni 2026, 17. Juni 2026 und den 26. Juni 2026, jeweils um 8.30 Uhr.



Strafverfahren wegen versuchten Totschlags


Am 19. Juni 2026 beginnt um 14 Uhr vor der 1. Großen Strafkammer als Schwurgerichtskammer das Strafverfahren gegen einen indischen Staatsangehörigen Ende 50. Diesem legt die Staatsanwaltschaft zur Last, am 28. Dezember 2026 in einer Obdachlosenunterkunft in Aulendorf zunächst einen Mitbewohner mit einem Küchenmesser angegriffen und leicht verletzt und anschließend einen schlichtend eingreifenden Mann mit dem Küchenmesser mit einem wuchtigen Stich in den Oberkörper schwer verletzt zu haben, um letzteren zu töten. Der Tod des Mannes soll durch eine Notoperation abgewendet worden sein. Hintergrund sei ein Streit am Vortag zwischen dem Angeklagten und dem zunächst angegriffenen Mann gewesen, in deren Verlauf der Angeklagte seinerseits mit einem Messer verletzt worden war.


Die Fortsetzung der Verhandlung ist derzeit vorgesehen für den 25. Juni 2026, den 1. Juli 2026, den 3. Juli 2026 und den 8. Juli 2026, jeweils um 8.30 Uhr.



Strafverfahren wegen versuchten Mordes


Am 29. Juni 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Anfang 20, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, Mitte März in einer Wohnung in Weingarten nach einer verbalen Streitigkeit versucht zu haben, einen anderen Mann heimtückisch zu töten, indem er diesem hinterrücks mit einem dicken Ast wuchtig gegen den Kopf schlug und ihm hierdurch schwere Kopfverletzungen beibrachte. Von einem weiteren Schlag soll der Angeklagte durch das Eingreifen eines Dritten abgehalten worden sein. Der verletzte Mann musste operiert und stationär behandelt werden.

Fortsetzungstermine sind bislang wie folgt vorgesehen:
7. Juli 2026, 10. Juli 2026, 13. Juli 2026 und 20. Juli 2026, jeweils um 9 Uhr.



Strafverfahren wegen versuchten Mordes

Am 6. Juli 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 40, der bereits in einem psychiatrischen Krankenhaus im Schussental gerichtlich untergebracht war. Diesem wird in der Anklage vorgeworfen, im Juli 2025 versucht zu haben, im psychiatrischen Krankenhaus einen Mitpatienten hinterrücks mit einem Messer zu töten, weil ihm dessen sexuelle Orientierung missfiel. Nur durch eine zufällige Bewegung des Angegriffenen soll der Messerstich fehlgegangen und der Mitpatient unverletzt geblieben sein, der anschließend vor dem Angeklagten flüchten konnte. Die Anklage lautet auf versuchten Mord. 

Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 9. Juli 2026 um 9 Uhr.



Strafverfahren wegen versuchten Totschlags

Am 15. Juli 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 20, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 3. Mai 2025 versucht zu haben, einen anderen Mann auf dem Gelände einer Tankstelle in Biberach mit seinem PKW gezielt zu überfahren. Dies sei daran gescheitert, dass sich der Angegriffene - nachdem der Angeklagte ihm zweimal über die Füße gefahren war - hinter einem anderen PKW habe verstecken können. Hintergrund der Tat soll gewesen sein, dass der Angeklagte von dem später angegriffenen Mann zuvor aufgrund eines Streits massiv bedroht und unter Druck gesetzt worden sei. 

Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 17., 22., 23., 28. und 29. Juli 2026 jeweils um 9 Uhr. 

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2. Große Strafkammer / Jugendkammer:


Strafverfahren wegen schwunghaftem Betäubungsmittelhandel

Am 22. Mai 2026 beginnt um 9.30 Uhr ein umfangreiches Strafverfahren gegen drei Männer im Alter von Anfang 20, denen die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage einen schwunghaften Handel mit größeren Mengen Cannabis und Betäubungsmitteln im Raum Ravensburg/Weingarten im Zeitraum von Herbst 2024 bis Ende 2025 zur Last legt, wobei einer der Angeklagten nach der Verhaftung der beiden anderen den Handel bis Anfang 2026 alleine fortgesetzt haben soll. Konkret sollen die drei Angeklagten Cannabis, Kokain, Amphetamin und Ecstasy in großen Mengen in den Räumen Stuttgart und Frankfurt bezogen und im Schussental arbeitsteilig gewinnbringend veräußert haben, wobei die Geschäfte auch über Social Media beworben worden sein sollen. Angeklagt sind 21 einzelne Taten, die sich bei Amphetamin auf teils bis zu 25 Kilogramm bezogen haben sollen, bei Cannabis auf teils mehrere Kilogramm und bei Kokain ebenfalls auf Mengen teils im Kilogrammbereich.

Fortsetzungstermine sind derzeit wie folgt vorgesehen:

5. Juni 2026, 8. Juni 2026, 17. Juni 2026, 18. Juni 2026, 19. Juni 2026, 24. Juni 2026, 7. Juli 2026, 8. Juli 2026 und 10. Juli 2026 – jeweils um 9.30 Uhr.


Sicherungsverfahren gegen deutschen Staatsangehörigen wegen massiver Bedrohungen

Am 10.06.2026 um 9.30 Uhr beginnt vor der 2. Großen Strafkammer das Sicherungsverfahren gegen einen 27jährigen Mann aus dem Raum Mengen, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, im Zeitraum von August 2025 bis Januar 2026 in zahlreichen Fällen verschiedene Menschen in seiner Umgebung bedroht zu haben. Es soll sich um massive Drohungen - teils unter Verwendung einer Gesichtsmaske und in einem Fall zudem unter Verwendung zweier Messer - gehandelt haben, die der Mann, der an einer psychischen Erkrankung leide, im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben soll.

Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 15.06.2026 und 01.07.2026 jeweils um 9.30 Uhr.



Strafverfahren gegen einen 18Jährigen wegen Handel mit Betäubungsmitteln u.a.

Am 11.06.2026 beginnt um 9.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen 18jährigen albanischen Staatsangehörigen, dem die Anklage vorwirft, zwischen Oktober und Dezember 2025 im Raum Friedrichshafen mit insgesamt über 4,7 Kilogramm Kokain und über 900 Gramm Marihuana Handel getrieben zu haben. 

Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 12.06.2026 und den 17.06.2026 jeweils um 9.30 Uhr.

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7. Große Strafkammer:

Sicherungsverfahren gegen nigerianischen Beschuldigten wegen gefährlicher Körperverletzung begangen in Friedrichshafen

Am 30.04.2026 (09:30 Uhr) beginnt das Sicherungsverfahren gegen einen 38-jährigen, nigerianischen Staatangehörigen. Dieser soll am 17.01.2026 - an einer paranoiden Schizophrenie leidend und im Zustand der Schuldunfähigkeit handelnd - einem Mann in einer Asylbewerberunterkunft in Friedrichshafen schwere Kopfverletzungen zugefügt haben, indem er u.a. mit einem Hammer auf ihn einschlug. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. 

Fortsetzungstermine: 18., 21.05.2026 (jeweils 9:00 Uhr).


Strafverfahren wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung 

Am 11. Mai 2026 beginnt um 8.30 Uhr vor der 7. Großen Strafkammer das Strafverfahren gegen einen 30jährigen Mann aus Konstanz.

Diesem wirft die Staatsanwaltschaft vor, er habe im Januar 2026 gemeinsam mit drei Begleitern einen Mann in Herbertingen aufgesucht, um diesen zur Rückzahlung von Schulden aus Betäubungsmittelgeschäften zu bewegen, die gegenüber einem der Begleiter des Angeklagten bestanden haben sollen. Weil der Schuldner sich im Gespräch auf seine derzeitige Zahlungsunfähigkeit zurückgezogen habe, soll der Angeklagte – nicht abgesprochen mit seinen Begleitern – dem Mann unvermittelt mit einem Messer von hinten in die Schulter gestochen und ihn zudem mit Kopfstößen verletzt haben, um diesen hierdurch zur Bezahlung der ausstehenden Schulden zu bewegen. Tatsächlich soll es zu keinen Zahlungen gekommen und weitere Übergriffe des Angeklagten auf den Schuldner sollen durch das Dazwischengehen eines seiner Begleiter unterbunden worden sein.

Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 12.05.2026 um 9.30 Uhr und am 21.05.2026 um 13.30 Uhr.

 


 

 

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