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Angesichts der begrenzten Bestuhlung der Sitzungssäle sind sowohl die Plätze für Zuschauer
als auch Pressevertreter begrenzt. Hauptverhandlungstermine können aufgrund Erkrankung von Verfahrensbeteiligten oder aus sonstigen
Gründen kurzfristig abgesetzt werden.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Schwurgerichtskammer/ 1.
Große Strafkammer:
Strafverfahren wegen versuchten Mordes und Brandstiftung in fünf Fällen begangen in Friedrichshafen
Am 16.04.2026 (09:00 Uhr) beginnt das Strafverfahren gegen einen 42-jährigen, deutschen Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm u.a. versuchten (heimtückischen und mit gemeingefährlichen Mitteln begangenen) Mord und vorsätzliche Brandstiftung in jeweils fünf tateinheitlichen Fällen zur Last. Der Angeklagte soll versucht haben, am 19.06.2025 ein Mehrparteienhaus in Friedrichshafen in Brand zu setzen, indem er zwei im Carport stehende Krafträder in Brand setzte und in der Garage Feuer legte. In dem Haus wohnten seine drei Kinder und zwei weitere Personen, deren Tod der Angeklagte in Kauf genommen haben soll. Das Feuer soll auf Teile des Mehrparteienhauses übergegriffen haben, konnte jedoch durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr gelöscht werden. Zwei Kinder des Angeklagten sollen eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.
Dem Angeklagten werden außerdem mehrere Gewaltdelikte zum Nachteil seiner Ex-Partnerin vorgeworfen.
Folgende Fortsetzungstermine sind derzeit vorgesehen: 30.6. (14.00 Uhr), 2.7.2026 (9.00 Uhr), 7.7. (8.15 Uhr), 21.7. (14.00 Uhr) und 31.7. (9 Uhr).
Strafverfahren wegen versuchten Mordes
Am 29. Juni 2026 beginnt um 15.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Anfang 20, dem die
Staatsanwaltschaft zur Last legt, Mitte März 2025 in einer Wohnung in Weingarten nach einer verbalen Streitigkeit versucht zu haben,
einen anderen Mann heimtückisch zu töten, indem er diesem hinterrücks mit einem dicken Ast wuchtig gegen den Kopf schlug und
ihm hierdurch schwere Kopfverletzungen beibrachte. Von einem weiteren Schlag soll der Angeklagte durch das Eingreifen eines Dritten
abgehalten worden sein. Der verletzte Mann musste operiert und stationär behandelt werden.
Fortsetzungstermine sind bislang wie folgt vorgesehen:
7. Juli 2026, 10. Juli 2026, 13. Juli 2026 und 20. Juli 2026, jeweils um 9 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Mordes
Am 6. Juli 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 40, der bereits in einem psychiatrischen Krankenhaus im Schussental gerichtlich untergebracht war. Diesem wird in der Anklage vorgeworfen, im Juli 2025 versucht zu haben, im psychiatrischen Krankenhaus einen Mitpatienten hinterrücks mit einem Messer zu töten, weil ihm dessen sexuelle Orientierung missfiel. Nur durch eine zufällige Bewegung des Angegriffenen soll der Messerstich fehlgegangen und der Mitpatient unverletzt geblieben sein, der anschließend vor dem Angeklagten flüchten konnte. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 9. Juli 2026 um 9 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 15. Juli 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 20, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 3. Mai 2025 versucht zu haben, einen anderen Mann auf dem Gelände einer Tankstelle in Biberach mit seinem PKW gezielt zu überfahren. Dies sei daran gescheitert, dass sich der Angegriffene - nachdem der Angeklagte ihm zweimal über die Füße gefahren war - hinter einem anderen PKW habe verstecken können. Hintergrund der Tat soll gewesen sein, dass der Angeklagte von dem später angegriffenen Mann zuvor aufgrund eines Streits massiv bedroht und unter Druck gesetzt worden sei.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 17., 22., 23., 28. und 29. Juli 2026 jeweils um 9 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Mordes u.a.
Am 9. September 2026 beginnt um 8.30 Uhr vor der Schwurgerichtskammer die Hauptverhandlung gegen eine Frau Mitte 30, der die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage zur Last legt, im Februar 2026 mit ihrer damals vierjährigen Tochter unter der bereits abgesenkten Bahnschranke hindurch die Bahngleise betreten zu haben, um sich und die Tochter vom herannahenden Zug überfahren zu lassen und auf diese Weise zu töten. Ihrer Tochter soll sie – um zu verhindern, dass diese Geräusche wie den herannahenden Zug wahrnimmt – einen Gehörschutz aufgezogen haben. Nur das geistesgegenwärtige Eingreifen von Zeugen, die die Frau und ihre Tochter von den Gleisen schoben bzw. zogen, habe verhindert, dass Mutter und Kind vom Zug erfasst wurden. Außerdem habe so eine Notbremsung des Lokführers verhindert werden können. Weil die Angeklagte die Arg- und Wehrlosigkeit ihrer Tochter ausgenutzt haben soll, lautet die Anklage u.a. auf versuchten Mord. Angeklagt sind außerdem Körperverletzungshandlungen gegenüber einem Mann und einer Frau im Oktober 2025 – ebenfalls in Friedrichshafen – sowie anschließende Widerstandshandlungen gegen herbeigerufene Polizeibeamte.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 10. September 2026, 9.45 Uhr, sowie für den 15. und 16. September 2026 jeweils um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 14. September 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen gambischen Mann Ende 20. Diesem legt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift neben zwei Bedrohungsdelikten zur Last, er habe im März 2026 in der von ihm bewohnten Asylbewerberunterkunft in Tettnang versucht, einen Landsmann mit einem wuchtigen Messerstich in die Brust zu töten. Durch den Messerstich sei der Angegriffene erheblich verletzt worden, er habe sich aber mit einem Pfefferspray gegen weitere Angriffe zur Wehr setzen und fliehen können. Hintergrund des Angriffs soll ein Streit zwischen beiden Männern gewesen sein.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 23., 28. und 29. September 2026 jeweils um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 5. Oktober 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen deutschen Staatsangehörigen Anfang 40, dem die Anklage zur Last legt, Ende November 2025 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Ravensburg einen Mitbewohner in dessen Zimmer aufgesucht und dort mit einem mitgeführten Messer angegriffen zu haben, um den Mann zu töten. Aufgrund der heftigen Gegenwehr des angegriffenen Mannes soll der Angeklagte sein Vorhaben letztlich gezwungenermaßen aufgegeben haben. Der Angegriffene soll Schnitt- bzw. Stichverletzungen davongetragen haben.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 22. Oktober 2026 um 8.30 Uhr.
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2. Große Strafkammer /
Jugendkammer:
Strafverfahren wegen schwunghaftem Betäubungsmittelhandel
Am 22. Mai 2026 beginnt um 9.30 Uhr ein umfangreiches Strafverfahren gegen drei Männer im Alter von Anfang 20, denen die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage einen schwunghaften Handel mit größeren Mengen Cannabis und Betäubungsmitteln im Raum Ravensburg/Weingarten im Zeitraum von Herbst 2024 bis Ende 2025 zur Last legt, wobei einer der Angeklagten nach der Verhaftung der beiden anderen den Handel bis Anfang 2026 alleine fortgesetzt haben soll. Konkret sollen die drei Angeklagten Cannabis, Kokain, Amphetamin und Ecstasy in großen Mengen in den Räumen Stuttgart und Frankfurt bezogen und im Schussental arbeitsteilig gewinnbringend veräußert haben, wobei die Geschäfte auch über Social Media beworben worden sein sollen. Angeklagt sind 21 einzelne Taten, die sich bei Amphetamin auf teils bis zu 25 Kilogramm bezogen haben sollen, bei Cannabis auf teils mehrere Kilogramm und bei Kokain ebenfalls auf Mengen teils im Kilogrammbereich.
Fortsetzungstermine sind derzeit wie folgt vorgesehen:
5. Juni 2026, 8. Juni 2026, 17. Juni 2026, 18. Juni 2026, 19. Juni 2026, 24. Juni 2026, 7. Juli 2026, 8. Juli 2026 und 10. Juli 2026 – jeweils um 9.30 Uhr.
Sicherungsverfahren gegen deutschen Staatsangehörigen wegen massiver Bedrohungen
Am 10.06.2026 um 9.30 Uhr beginnt vor der 2. Großen Strafkammer das Sicherungsverfahren gegen einen 27jährigen Mann aus dem Raum Mengen, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, im Zeitraum von August 2025 bis Januar 2026 in zahlreichen Fällen verschiedene Menschen in seiner Umgebung bedroht zu haben. Es soll sich um massive Drohungen - teils unter Verwendung einer Gesichtsmaske und in einem Fall zudem unter Verwendung zweier Messer - gehandelt haben, die der Mann, der an einer psychischen Erkrankung leide, im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben soll.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 15.06.2026 und 01.07.2026 jeweils um 9.30 Uhr.
Strafverfahren gegen einen 18Jährigen wegen Handel mit Betäubungsmitteln u.a.
Am 11.06.2026 beginnt um 9.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen 18jährigen albanischen Staatsangehörigen, dem die Anklage vorwirft, zwischen Oktober und Dezember 2025 im Raum Friedrichshafen mit insgesamt über 4,7 Kilogramm Kokain und über 900 Gramm Marihuana Handel getrieben zu haben.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 12.06.2026 und den 17.06.2026 jeweils um 9.30 Uhr.
Strafverfahren wegen räuberischem Diebstahl
Am 16. Juli 2026 beginnt um 9.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Ende 40, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, im Januar 2026 in einem Einkaufsmarkt Alkoholika entwendet und anschließend den ihn verfolgenden und ansprechenden Ladendetektiven geschlagen zu haben, um sich so in Besitz der Beute zu erhalten. Außerdem soll er den Detektiv und hinzugerufene Polizeibeamte beleidigt haben. Weil der Angeklagte die Tat krankheitsbedingt im Zustand der erheblich verminderten Schuldfähigkeit begangen haben soll, wird die Anordnung seiner Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus zu prüfen sein. Aus diesem Grund wurde das ursprünglich an das Amtsgericht Ravensburg angeklagte Verfahren an die Große Strafkammer verwiesen.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist derzeit vorgesehen für den 21. Juli 2026, 11.00 Uhr, den 23. Juli 2026, 9.00 Uhr sowie den 24. Juli 2026, 9.30 Uhr.
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7. Große Strafkammer:
Strafverfahren wegen schwerer Brandstiftung
Am 14. Juli 2026 beginnt um 13.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 30, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am frühen Abend des 2. Februar 2026 seine Unterkunft - ein zu diesem Zeitpunkt als Mehrfamilienhaus genutztes ehemaliges Schloss im Umfeld von Biberach - in suizidaler Absicht in Brand gesetzt zu haben. Hierzu habe er Brennspiritus in seinem Schlafzimmer verteilt und angezündet, wodurch es schnell zu einer massiven Rauchentwicklung und einer Ausbreitung des Brandes auf seine Wohnung und weitere wesentliche Teile des überwiegend aus Holz gebauten Gebäudes gekommen sei. Hierdurch sollen acht zu diesem Zeitpunkt im Gebäude aufhältige Mitbewohner in die Gefahr einer Gesundheitsschädigung geraten sein, wobei sich diese Gefahr bei zwei Personen sowie einem am Rettungseinsatz beteiligten Sanitäter in Form einer Rauchgasintoxikation verwirklicht haben soll. Die Angeklagte lautet deshalb u.a. auf schwere Brandstiftung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen. Weil der Angeklagte die Tat in psychisch krankem Zustand begangen haben soll, wird auch die Frage der Anordnung einer Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus zu prüfen sein.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist derzeit wie folgt vorgesehen:
- 20. Juli 2026 um 9 Uhr
- 21. Juli 2026 um 13.00 Uhr,
- 24. Juli 2026 um 11.30 Uhr
- 30. Juli 2026 um 9 Uhr
- 31. Juli 2026 um 9 Uhr
Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung u.a.
Am 17. Juli 2026 beginnt um 9 Uhr das Strafverfahren gegen einen syrischen Staatsangehörigen Ende 20, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, im Juli 2025 in einer städtischen Unterkunft in Bad Waldsee einen Mitbewohner mit einem Messer bedroht, diesen in seinem Zimmer eingeschlossen und sodann aus der Küche ein Messer entwendet zu haben. Anschließend soll er auf dem Gelände einer Firma in Bad Waldsee einen Mitarbeiter zu Boden gestoßen und leicht verletzt haben. Weil der Angeklagte die Taten in psychisch krankem Zustand begangen haben soll, wird auch die Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus zu prüfen sein.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 23. Juli 2026 um 9 Uhr.
Strafverfahren wegen Handels mit Betäubungsmitteln
Am 15. Juli 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen jungen Mann und eine junge Frau aus dem Schussental. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann einerseits zur Last, seit Herbst 2024 mit Betäubungsmitteln sowie teils auch mit Cannabis Handel getrieben zu haben. Der Handel soll sich einmal u.a. auf Amphetamin im zweistelligen Kilogrammbereich und in anderen Fällen u.a. auf Kokain im Bereich von bis zu mehreren hundert Gramm bezogen haben. Weil der Mann laut Anklage in zwei Fällen zudem ein Reizstoffsprühgerät griffbereit gehabt haben soll, lautet die Anklage insoweit u.a. auf bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Andererseits werden dem Angeklagten Körperverletzungsdelikte zum Nachteil seiner früheren Lebensgefährtin zur Last gelegt. Der mit ihm angeklagten jungen Frau wirft die Staatsanwaltschaft vor, dem Mitangeklagten im Jahr 2025 ihre Wohnung als "Bunkerörtlichkeit" zur Verfügung gestellt und damit Beihilfe zu dessen Betäubungsmittelhandel geleistet zu haben.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist bislang wie folgt vorgesehen:
- 22. Juli 2026, 8.30 Uhr
- 24. Juli 2026, 8.30 Uhr
- 5. August 2026, 14.00 Uhr
- 26. August 2026, 8.30 Uhr
- 28. August 2026, 8.30 Uhr
