Suchfunktion
Bitte beachten:
Angesichts der begrenzten Bestuhlung der Sitzungssäle sind sowohl die Plätze für Zuschauer
als auch Pressevertreter begrenzt. Hauptverhandlungstermine können aufgrund Erkrankung von Verfahrensbeteiligten oder aus sonstigen
Gründen kurzfristig abgesetzt werden.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Schwurgerichtskammer/ 1. Große Strafkammer:
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 15. Juli 2026 beginnt um 9.00 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Mitte 20, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 3. Mai 2025 versucht zu haben, einen anderen Mann auf dem Gelände einer Tankstelle in Biberach mit seinem PKW gezielt zu überfahren. Dies sei daran gescheitert, dass sich der Angegriffene - nachdem der Angeklagte ihm zweimal über die Füße gefahren war - hinter einem anderen PKW habe verstecken können. Hintergrund der Tat soll gewesen sein, dass der Angeklagte von dem später angegriffenen Mann zuvor aufgrund eines Streits massiv bedroht und unter Druck gesetzt worden sei.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 9. September 2026 um 9 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Mordes u.a.
Am 9. September 2026 beginnt um 8.30 Uhr vor der Schwurgerichtskammer die Hauptverhandlung gegen eine Frau Mitte 30, der die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage zur Last legt, im Februar 2026 mit ihrer damals vierjährigen Tochter unter der bereits abgesenkten Bahnschranke hindurch die Bahngleise betreten zu haben, um sich und die Tochter vom herannahenden Zug überfahren zu lassen und auf diese Weise zu töten. Ihrer Tochter soll sie – um zu verhindern, dass diese Geräusche wie den herannahenden Zug wahrnimmt – einen Gehörschutz aufgezogen haben. Nur das geistesgegenwärtige Eingreifen von Zeugen, die die Frau und ihre Tochter von den Gleisen schoben bzw. zogen, habe verhindert, dass Mutter und Kind vom Zug erfasst wurden. Außerdem habe so eine Notbremsung des Lokführers verhindert werden können. Weil die Angeklagte die Arg- und Wehrlosigkeit ihrer Tochter ausgenutzt haben soll, lautet die Anklage u.a. auf versuchten Mord. Angeklagt sind außerdem Körperverletzungshandlungen gegenüber einem Mann und einer Frau im Oktober 2025 – ebenfalls in Friedrichshafen – sowie anschließende Widerstandshandlungen gegen herbeigerufene Polizeibeamte.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist vorgesehen für den 10. September 2026, 9.45 Uhr, sowie für den 15. und 16. September 2026 jeweils um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 14. September 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen gambischen Mann Ende 20. Diesem legt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift neben zwei Bedrohungsdelikten zur Last, er habe im März 2026 in der von ihm bewohnten Asylbewerberunterkunft in Tettnang versucht, einen Landsmann mit einem wuchtigen Messerstich in die Brust zu töten. Durch den Messerstich sei der Angegriffene erheblich verletzt worden, er habe sich aber mit einem Pfefferspray gegen weitere Angriffe zur Wehr setzen und fliehen können. Hintergrund des Angriffs soll ein Streit zwischen beiden Männern gewesen sein.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 23., 28. und 29. September 2026 jeweils um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 5. Oktober 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen deutschen Staatsangehörigen Anfang 40, dem die Anklage zur Last legt, Ende November 2025 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Ravensburg einen Mitbewohner in dessen Zimmer aufgesucht und dort mit einem mitgeführten Messer angegriffen zu haben, um den Mann zu töten. Aufgrund der heftigen Gegenwehr des angegriffenen Mannes soll der Angeklagte sein Vorhaben letztlich gezwungenermaßen aufgegeben haben. Der Angegriffene soll Schnitt- bzw. Stichverletzungen davongetragen haben.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 22. Oktober 2026 um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Mordes
Am 7. Oktober 2026 beginnt um 9 Uhr das Strafverfahren gegen einen 35jährigen Griechen, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, im April 2026 versucht zu haben, seine frühere Lebensgefährtin und deren neuen Partner heimtückisch zu töten, um so seine Ehre - die er durch die neue Beziehung seiner früheren Partnerin verletzt sah - wiederherzustellen. Der in Griechenland lebende Mann soll im April gezielt in einen kleinen Ort im Raum Biberach gereist sein, sich dort nachts durch das Eintreten der Türe Zutritt zum Zimmer seiner Partnerin verschafft und diese sowie ihren neuen Partner im Bett liegend mit einem Messer angegriffen haben, wodurch beide lebensgefährliche Verletzungen erlitten haben. Einen aufgrund der Hilfeschreie hinzueilenden Mann soll der Angeklagte leicht verletzt haben. Die beiden Schwerverletzten seien notoperiert worden.
Die Hauptverhandlung soll am 8. und 12. Oktober 2026 - jeweils 9 Uhr - fortgesetzt werden.
Strafverfahren wegen versuchten Totschlags
Am 22. Oktober 2026 beginnt um 8 Uhr das Strafverfahren gegen einen Mann Anfang 50 aus Serbien, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, im Mai 2016 in Kressbronn versucht zu haben, seinen Bekannten mit zwei Messerstichen zu töten. Vorausgegangen sein soll ein Streit über Lohnzahlungen, die der Angeklagte von seinem langjährigen Bekannten für seine Mithilfe bei der Renovierung einer Gaststätte verlangte. Im Rahmen dieses Streits soll der Bekannte des Angeklagten diesen mit Schlägen ganz erheblich verletzt haben. Kurz danach soll der Angeklagte seinen Kontrahenten unvermittelt mit einem Küchenmesser angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.
Die Hauptverhandlung soll am 2., 5. und 12.11.2026 jeweils um 8.30 Uhr fortgesetzt werden.
Strafverfahren wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags
Am 3. November 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen zwei junge Männer, denen die Anklage zur Last legt, Anfang Mai 2026 in einer Flüchtlingsunterkunft in Leutkirch aus unbekanntem Grund versucht zu haben, einen dort wohnenden Mann zu töten. Hierzu hätten beide – mit Einweghandschuhen an den Händen und jeweils mit einem Messer bewaffnet – die Unterkunft aufgesucht und den dort angetroffenen Mann unvermittelt mit Messern angegriffen. Aufgrund der starken Gegenwehr des Angegriffenen und des Hinzukommens anderer Bewohner der Unterkunft hätten beide Angeklagte von der weiteren Tatausführung notgedrungen Abstand nehmen müssen. Der angegriffene Mann sei lediglich leicht verletzt worden.
Die Verhandlung soll nach aktuellem Stand fortgesetzt werden am 11., 16. und 17. November 2026 jeweils um 8.30 Uhr.
Strafverfahren wegen versuchten Mordes
Am 9. November 2026 beginnt um 8.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen 30jährigen Mann, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, Anfang April 2026 nachts einen Barbershop im Schussental in Brand gesetzt zu haben, indem er in die Räumlichkeiten durch ein offenes Fenster eindrang und dort nach Ausbringen einer brennbaren Flüssigkeit Feuer legte. Grund für die Brandlegung soll gewesen sein, dass der Angeklagte, der in dem Shop gearbeitet hatte, wütend über eine verlorene – auch körperlich geführte – Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber war.
Wie von ihm beabsichtigt seien u.a. das Inventar des Geschäftsraums sowie eine Holzdecke teilweise in Brand geraten, wobei es beim Abbrand hochentzündlicher Flüssigkeiten auch zu mehreren Explosionen gekommen sei. Nur aufgrund des schnellen Eingreifens von Zeugen und der Feuerwehr habe eine weitere Ausbreitung auf das Gebäude verhindert werden können. Der Angeklagte habe – so die Staatsanwaltschaft – bei seinem Vorgehen in Kauf genommen, dass durch den Brand zur Nachtzeit auch die Bewohner von mehreren im Haus befindlichen Wohneinheiten zu Tode kommen würden. Dabei habe er heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen und mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt, weshalb die Anklage u.a. auf versuchten Mord in 17 tateinheitlichen Fällen lautet.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 23., 25. und 30.11.2026 jeweils um 8.30 Uhr sowie am 1. Dezember 2026 um 8.30 Uhr.
______________________________________________________________________________________
2. Große Strafkammer /
Jugendkammer:
Strafverfahren wegen versuchten Raubs
Am 1. September 2026 beginnt um 9.30 Uhr das Strafverfahren gegen einen 30jährigen Mann aus dem Raum Lindau, dem die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage zur Last legt, am 30. März 2026 - maskiert und mit einem Elektroschocker - eine Tankstelle in Kressbronn betreten zu haben mit dem Tatplan, sich dort - notfalls gewaltsam und unter Einsatz des Elektroschockers - des vorhandenen Bargelds und anderer Wertgegenstände zu bemächtigen. Hieran sei er allerdings durch einen Tankstellenmitarbeiter gehindert worden, der sich dem Angeklagten entgegengestellt und diesen an der Umsetzung des Plans gehindert habe. Im Rahmen der sich entwickelnden Auseinandersetzung soll der Angeklagte den Tankstellenmitarbeiter leicht verletzt haben, bevor er von eintreffenden Polizeibeamten festgenommen werden konnte.
Die Hauptverhandlung soll fortgesetzt werden am 3., 7. und 11. September 2026 jeweils um 9.30 Uhr.
Sicherungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung u.a.
Am 16. September 2026 beginnt um 9.30 Uhr das Sicherungsverfahren gegen einen Mann Mitte 30, dem zwei massive Übergriffe auf Angestellte von psychiatrischen Stationen im Raum Biberach/Bad Schussenried zur Last gelegt werden. Zum einen soll er einer Pflegerin im Juni 2026 im Rahmen einer Zwangsbehandlung auf Station unvermittelt ein Blutdruckmessgerät aus der Hand geschlagen und ihr dieses wuchtig ins Gesicht geworfen haben, ehe sich die Frau in Sicherheit bringen konnte. Im März 2026 soll er in einer Wohneinrichtung eine Bezugsbetreuerin in seinem Zimmer unvermittelt eingeschlossen und sodann massiv sexuell bedrängt und hierbei auch verletzt haben, bevor er von ihr abließ. Weil der Beschuldigte krankheitsbedingt schuldunfähig gewesen, aber für die Allgemeinheit gefährlich sein soll, beantragt die Staatsanwaltschaft seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist derzeit vorgesehen für den 18. September und den 6. Oktober, jeweils um 9.30 Uhr.
_____________________________________________________________________________________
7. Große Strafkammer:
Strafverfahren wegen Betäubungsmittelhandels
Am 7. September 2026 beginnt um 14:30 Uhr die Hauptverhandlung gegen drei Männer aus dem Großraum Biberach.
Einem der drei Angeklagten legt die Staatsanwaltschaft einen – von den weiteren Angeklagten unabhängigen – Handel mit Kokain und Cannabis im Kilogrammbereich im Zeitraum Mitte 2020 bis Anfang 2021 zur Last.
Demselben und einem weiteren Angeklagten legt die Staatsanwaltschaft einen umfangreichen Handel mit Kokain und Cannabis im Kilogrammbereich zur Last, den beide im Zeitraum Mai 2025 bis Anfang 2026 betrieben haben sollen. Der dritte Angeklagte soll die beiden anderen hierbei teilweise als Fahrer unterstützt zu haben. Letztlich sollen der Fahrer einer der beiden mutmaßlichen Drogenhändler Anfang März 2026 im Zusammenhang mit einem Kokaingeschäft festgenommen und über 1 kg Kokain sichergestellt worden sein. Weil einer der festgenommenen Angeklagten über ein griffbereites Pfefferspray verfügt habe, lautet bei ihm die Anklage u.a. auf bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Die Hauptverhandlung soll nach derzeitigem Stand wie folgt fortgesetzt werden:
- 28. September 2026 um 15 Uhr
- 13. Oktober 2026 um 9 Uhr
- 22. Oktober 2026 um 9 Uhr
- 6., 16., 17., 19., 26. und 27. November 2026, jeweils um 9 Uhr
- 3. und 11. Dezember 2026 jeweils um 9 Uhr
- 5. Januar 2027 um 9 Uhr
Strafverfahren wegen schwerer räuberischer Erpressung
Am 9. September 2026 beginnt um 13:00 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen Mann Anfang 30 aus dem Breisgau, dem die Staatsanwaltschaft zur Last legt, im April 2026 einen Mann in Bad Waldsee mit einem Reizstoffsprühgerät in Form einer Schusswaffe und einem Messer aufgesucht und versucht zu haben, von diesem die Herausgabe von Geld oder anderen Vermögensgegenständen zu erzwingen, wobei dies unter Vorhalt der „Scheinwaffe“ und der Drohung, das Gegenüber zu erschießen, geschehen sein soll. Dem bedrohten Mann soll es unter einem Vorwand gelungen sein, sich in seinem Haus einzuschließen. Deshalb soll der Angeklagte sämtliche Reifen am Pkw des Bedrohten zerstört und sodann – mit dem Mobiltelefon und den PKW-Schlüsseln des Bedrohten – die Flucht ergriffen haben.
Hintergrund der vorgeworfenen Tat sollen laut der Anklage offene Schulden aus einer zurückliegenden „Investition“ des Angeklagten in einen Cannabisanbau des Bedrohten gewesen sein. Der Vorwurf lautet unter anderem auf schwere räuberische Erpressung.
Die Verhandlung soll fortgesetzt werden am 11. September 2026 und 29. September 2026, jeweils 9:00 Uhr.
Strafverfahren u.a. wegen Betäubungsmittelhandels und des Vorwurfs der Geiselnahme
Am 7. Oktober 2026 beginnt um 9.00 Uhr ein umfangreiches Strafverfahren gegen vier Männer im Alter von Mitte 20 bis Anfang 30 aus dem Raum Biberach. Die Staatsanwaltschaft legt den Männern unterschiedlichste Delikte zur Last. Zwei der Angeklagten sollen im Zeitraum Ende 2025 bis Februar 2026 einen umfangreichen Handel mit verschiedenen Drogen – u.a. Cannabis, Amphetamin und Kokain – im Raum Biberach betrieben haben. Ein Teil der Drogen soll ihnen Mitte Januar 2026 von gesondert verfolgten Tätern entwendet worden sein.
Deshalb sollen die beiden Angeklagten – gemeinsam mit den weiteren beiden Angeklagten, also zu viert – Ende Januar 2026 zwei der damals ihnen als Diebstahlsverdächtige – einen Mann und eine Frau, die die Drogen tatsächlich entwendet hatten – aus deren Wohnung in ein Waldstück verbracht haben, um diese dort erforderlichenfalls unter Drohungen mit körperlicher Gewalt bis hin zum Tod zur Rede zu stellen, dadurch Geständnisse zu erlangen, Beweise auf einem Smartphone zu sichern und dann die Rückgabe der entwendeten Drogen oder zumindest deren Wert fordern zu können. Tatsächlich soll es plangemäß zur Verbringung der beiden Drogendiebe in ein Waldstück und zu Drohungen gekommen sein, wobei einer der Angeklagten einen Schlagstock und einer mehrere Messer mit sich geführt haben soll. Letztlich soll es einer der jungen Frau gelungen sein, bei der Mehrzahl der Angeklagten Zweifel an ihrer Täterschaft zu wecken, weshalb die Angeklagten die beiden Personen nach rund zwei Stunden wieder nach Hause brachten. Die Anklage gegen die vier Männer lautet insoweit auf Geiselnahme.
Darüber hinaus werden den Angeklagten unterschiedlichste Delikte zur Last gelegt. Einem der Angeklagten werden mehrere Erpressungs- Körperverletzungs- und Beleidigungsdelikte – begangen zwischen Mitte 2025 und Anfang 2026 – zur Last gelegt, ein weiterer Angeklagter soll hochwertige Parfums und Damenhandtaschen – bei denen es sich um Diebesgut handelte – in Kenntnis der deliktischen Herkunft von einem anderen übernommen haben. Das mutmaßliche Diebesgut soll im Februar im Rahmen einer polizeilichen Durchsuchung bei ihm – nebst zwei professionellen Geldzählmaschinen und über 80.000 Euro in bar – aufgefunden worden sein.
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist nach derzeitigem Stand wie folgt – soweit nichts anderes vermerkt jeweils um 9 Uhr – vorgesehen:
- 15. und 16. Oktober 2026
- 22. Oktober 2026 um 13.00 Uhr
- 26. und 27. Oktober 2026
- 4, 10., 12., 19. und 30. November 2026
- 4., 10. und 14. Dezember 2026
- 7. und 20. Januar 2027
